Weinberge

Wittlich im Liesertal

Das Kleinklima in der Wittlicher Senke an der Lieser, einem Nebenfluss der Mosel, das die Weinbauflächen von Losen-Bockstanz beschützend umgibt, ist schon fast als mediterran zu bezeichnen. In den steilen Süd-/Südwestlagen neigen sich die Losen Rebstöcke in einem perfekten 90°-Winkel ideal der Sonne entgegen, so dass sie noch bis in die frühen Abendstunden jeden kleinsten Sonnenstrahl einfangen. Die Schieferböden prägen diese Region mit einem einzigartigen Terroir. Sie speichern tagsüber die Wärme, die sie nachts langsam an Pflanze und Boden zurückgeben. Ihre schwammartige Wasserhaltekraft bewahrt die Gewächse vor Trockenstress – kerngesundes Lesegut, ein hohes Mostgewicht und fein ausbalancierte Weine sind das Resultat. Gerade der Schiefer ist es auch, der sich als filigrane, mineralische Struktur im Geschmack dieser Weine wieder findet – ein einzigartiges Zusammenspiel von Frucht- und Mineralaspekten, die ein Winzermeister wie Thomas Losen zu großen Weinen mit internationalem Renommée zu inszenieren versteht.

Die Philosphie von Thomas Losen ist ganz einfach: Im Weinberg wird auch ohne Bio-Etikett naturnah gearbeitet. Denn, nur dort, wo sich die natürlichen Voraussetzungen von Boden, Lage und Klima optimal ergänzen, gedeihen auch gesunde, stabile Pflanzen. Gedüngt wird mit eigenen und nur organischen Komposten. Der mit Humus angereicherte Schiefergrund ist ein gehaltvoller Nährboden für die Reben und gleichzeitig ein hervorragenden Wasserspeicher, ohne Staunässe zu bilden. Auf Insektizide wird gänzlich verzichtet. Die Arbeit im Wingert ist geprägt von einem stetigen Rein und Raus durch die steilen Rebgassen. Für den frühen, ertragsreduzierenden Rebschnitt, der mit größter Präzision ausgeführt werden muss, dürfen nur die erfahrensten Mitarbeiter an die Reben. Mit feinstem Gespür und harter, intensiver Weinbergsarbeit stellt Thomas Losen schon am Weinberg die Weichen für die beste Qualität des kommenden Jahrgangs. Unter seiner Obhut entstehen hier die Weine besonderer Güte, mit großer Reintönigkeit, fester Struktur und mineralischer Präsenz.

Zahlen – Daten – Fakten

Rebfläche:

30 Hektar inkl. Steilhang

Weinbergslagen:

Wittlicher Portnersberg, Klosterweg, Bottchen, Felsentreppchen und Lay, 
Ürziger Würzgarten,
 Neumagener Rosengärtchen

Bodenbeschaffenheit:

Schiefer

Rebsorten:

Riesling, Weißburgunder, Kerner, Grauburgunder, Spätburgunder, Gewürztraminer, Merlot, Regent und Dornfelder

Durchschnittsertrag:

70 hl/ha

Beste Jahrgänge:

1990, 1997, 2005, 2006, 2007, 2011, 2015 und 2018

Nach einer luftigen Erziehung im Sommer wird im August noch einmal ausgedünnt. Hier werden die Trauben geringerer Qualität aus den Stöcken entfernt, um die verbleibenden Früchte zu kräftigen. Die Trauben sollen noch jetzt noch möglichst viel Sonne tanken, damit sich Körper und Extraktreichtum gut entwickeln.

Geerntet wird relativ spät, je nach Sorte, Reifegrad und Wetter, von Anfang Oktober bis in den November hinein. Vorher wird mehrfach vorgelesen und dabei speziell bei den roten Sorten jedes faule Träubchen von Hand entfernt. Permanente Präsenz im Wingert ist unabdingbar – der perfekte Zeitpunkt für jede Lese muss genau abgepasst werden. In extrem selektiver Auslese wird ausschließlich von Hand geerntet. Nur erfahrene Fachkräfte mit geschultem Blick für den “feinen Unterschied” werden bei der Lese eingesetzt – dem feinen Unterschied, von dem der spätere Wein nachhaltig profitieren wird.

Zuerst werden die roten Sorten gelesen. Der Riesling kommt zuletzt an die Reihe und hat dadurch besonders lange Zeit, Aromen, Fruchtzucker und Mineralien zu sammeln.

der feine Unterschied

Rebsorten

Riesling:

Der Wein ist rassig, lebendig, frisch-elegant, vornehm und adlig. Kennzeichnend ist die typische fruchtige Säure. Nach längerem Weinausbau wird die volle Reife des Weines erreicht.


Weißburgunder:


Kerner:

Die Weine haben eine angenehme Säure und hohe Zuckerwerte in den Trauben, dadurch entstehen rassige Weine.


Spätburgunder:

Neben dem Rotwein wird der Spätburgunder auch zu fruchtigem und spritzigem Weißherbst/Roseweinen und Blanc de Noirs ausgebaut


Merlot:

Der Merlot ist weich, schmeckt ein wenig nach Pflaumen, hat einen mittleren bis hohen Alkohol-Gehalt. Die Farbe dieses Weines ist dunkelrot.


Regent:


Dornfelder:

Dornfelder hat eine schwarzrote Farbausprägung und einen fruchtigen Geschmack. Die Säureausprägung ist eher moderat. Aufgrund seiner Charakteristik eignet er sich auch zum Ausbau in Eichenholzfässern.

Kellergeheimnisse

Im Weinkeller bekommt der Wein die Zeit, die er braucht, um seinen vollkommenen Charakter und all seine Aromen preis­zugeben. Jeder Wein erfordert daher höchst individuelle Entscheidungen – im Weinberg wie im Keller.

Das Resultat von Thomas Losen: ungewöhnlich charaktervolle, eigenständige Terroirweine gehobener Qualitätsklasse.

Es entstehen sehr facettenreiche Weine von trocken bis edelsüß. Von frischen Gutsweinen über gehaltvolle Spät- und Auslesen bis zu Eisweinen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen. Von der letzten Sonne des Jahres ins kühle Dunkel der Weinkellerei. Das zweite Leben der Weintraube.

Spätburgunder und Merlot, als hoch­wertige Rotweinsorten, reifen teilweise bis zu 24 Monate im Holzfass. Sekte aus eigenen Weinen runden die Weinkollektion ab.

veredelte Bodenschätze

Von der letzten Sonne des Jahres ins kühle Dunkel der Weinkellerei.

Das zweite Leben der Weintraube.